Mittwoch, 10. Juni 2009

Damit es uns wieder besser geht...


Lange hat es gedauert, bis bei mir der Groschen gefallen ist. Erst gestern kam mir das vielleicht wichtigste Argument in den Sinn, warum die so genannte Abwrackprämie eine Obszönität darstellt. Es handelt sich dabei um eine von Vater Staat munter herausgegebene Parole, die uns lehrt, man müsse Dinge, die eigentlich noch funktionstüchtig sind, zerstören, damit es wirtschaftlich aufwärts und uns wieder besser geht. Auf Destruktion folgt wirtschaftlicher und sozialer Frieden.

Würde man die scheinbar so harmlose Geste des Auto Abwrackens wirklich ernst nehmen - Gott bewahre, dass wir das tun! - dann ließe sich schlussfolgern, ein Krieg mit seinem nachhaltigen Verwüstungsinferno böte noch bessere Voraussetzungen für ein wirtschaftliches Wachstum - hinterher.

Kommentare:

Frank Rawel hat gesagt…

Freut mich, dass nicht nur mir(hier:
http://frank-rawel.blogspot.com/2009/01/die-abwrackprmie.html)
der Gedanke kommt. Im Januar bloggte ich den Vorschlag:
"Jeder, der etwas zerstört, bekommt Geld.
Zuletzt dürften wohl Luftangriffe der Bundeswehr auf eigene Städte die Bauwirtschaft erheblich stimulieren."
Der alte Keynes würde wohl dazu im Grabe nicken.
Beste Grüße (von einem alten BLSJ-Vereinskameraden)

jueb hat gesagt…

Hallo Frank,

ja, da warst Du schneller als ich :-)
Mich wundert's wirklich, dass sich nicht mehr Menschen über die Abwrackprämie aufregen...

Herzlichst
jueb