Samstag, 17. Januar 2009

Frau Niemand

Die in meinem vorletzten Blog eingerichtete Rubrik „Öffentlich Wasser predigen, aber heimlich Wein trinken“ wurde, wie ich mittlerweile weiß, nicht so verstanden, wie von mir beabsichtigt. Es handelte sich dabei um ein Zitat der Transporteurin überkommener Geschlechterklischees Rosamunde Pilcher... Selbstverständlich geht dies allein zu Lasten des Schreibers: Wichtig ist was ankommt, nicht das, was gemeint war. 

Trotzdem möchte ich an der Idee einer kleinen regelmäßigen Rubrik festhalten. Und taufe jetzt alles einfach um in: „Von den Alten lernen oder Was mir heute Morgen beim Aufstehen geholfen hat" und lasse diesmal Hanna Schygulla zu Wort kommen, wobei die Ex-Fassbinder-Muse mit ihren 65 Jahren streng genommen zu den sehr jungen Alten gehört. Die Schauspielerin und Gelegenheitschansonette, die um Haaresbreite ein veritabler Weltstar geworden wäre, sagte anlässlich ihres letzten Wiegenfestes: „Man muss auch ein Niemand sein können. Nur so bist du fähig, dich in andere hineinzuversetzen“. 


Kommentare:

Petra hat gesagt…

Das machst du hoffentlich nicht an meinem dummen Kommentar fest! Der sollte ein Witz sein und ist wohl verunglückt.
Schöne Grüße,
Petra

jueb hat gesagt…

Hallo Petra!,

mais non, den Witz fand ich gut und gar nicht vernunglückt. Das feedback kam aus anderer Richtung.

Herzlichst
jueb

Irene G. hat gesagt…

Über Geschlechterklischees schreiben, und Hanna Schygulla als Muse bezeichnen? Na meinetwegen. Aber wer Marianne Faithfull noch heute die Muse der Stones nennt, kriegt Schimpfe und Haue!

(Ich muss hier "bushess" eingeben. Was ist das? Ein Hippie-Weib ohne Intimfrisur? Und woher weiß Google, dass ich den Siebzigern nachtrauere? Das Internet ist unheimlich.)