Sonntag, 21. Februar 2010
PhantomLesung feiert Premiere
Mittwoch, 10. Februar 2010
Mit dem Lasso hören
Samstag, 6. Februar 2010
Heiße Affären
Mittwoch, 3. Februar 2010
"brush up my english" (1) oder "delete"

Freitag, 4. Dezember 2009
Genie und Wahnsinn
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Duell
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Metzgern?
Sonntag, 18. Oktober 2009
Die Farbe des Selbstmords
- "Violett ist nicht ungefährlich."
- "Warum?"
- "Frauen bringen sich in violetten Sitzgruppen um... alleinstehende Frauen."
Montag, 14. September 2009
Ja, aber...
Samstag, 12. September 2009
Affenscheiße zum Frühstück
Samstag, 5. September 2009
Wer Schulden hat, muss auch notwendig lügen (Herodot)
Mittwoch, 2. September 2009
Männer haben Spitzenhirne
Mittwoch, 26. August 2009
Die hohe Schule der Journaille
Donnerstag, 13. August 2009
Den Koffer getragen
Ja, bin ich denn noch zu retten? Letzte Nacht träumte ich von Sibylle Beckenbauer. Sie setzte sich in das Café, in dem ich mit meinem Bruder verweilte, direkt an unseren Tisch, kramte ein billiges Anzeigenblättchen hervor und las darin. Und ich dachte mir noch im Traum, hat die gewesene Kaiserin nicht ein bisschen höhere Lektüreansprüche?
So doof bin ich nicht, dass ich nicht wüsste, warum mein Hirn zur Nacht solche defekten Träume gebiert. Tags zuvor, in einem Zustand größtmöglicher Erschöpfung bei gleichzeitiger Niveauabsenkung landete ich bei Andrea’s Boulevard, scrollte mich rauf und runter und stellte fest, dass die geschiedene Beckenbauer und gewesene Sekretärin beim Deutschen Fußball-Bund hier gewissermaßen zum Grundinventar gehört: Mal Eagles Charity Club, mal Salon mit Dr. Ulrich Bauhofer im Arabella Sheraton Grand Hotel München (Who the hell ist Dr. Bauhofer?), mal Mercedes Benz Fashion Week, mal Omega Golf Cup 2009... Regelmäßig schreibt die Golferin auch noch für zwei Golfmagazine eine Golf-Ladies-Serie. Was man halt so tut als abgelegte Gattin einer "Lichtgestalt des deutschen Fußballs". Beckenbauer-Mutter Antonie kennt auch noch die vergangenen Verdienste ihrer Ex-Schwiegertochter: „Sie hat den Franz ausstaffiert, ihm die Koffer getragen, wenn es schnell gehen musste.“
Franz Beckenbauers Lebensweg pflastern bis heute zwei geschiedene Ehefrauen, eine Langzeitgeliebte und zwei Kurzzeitgeliebte plus (uneheliche) Kinder, alle muck(t)en nicht auf, sagen nur Nettes über den großzügigen Franz oder halten die Klappe. Kein Scheckbuch der Boulevardpresse bewegt sie dazu, über das Leben an der Seite des weltbesten Fußballspielers zu plaudern. In Sibylles Fall munkelte man gar von einer Scheidungsabfindung in zweistelliger Millionenhöhe. Ich meine, scheidungswillige Millionäre sollten sich ein Scheibchen vom guten Franz abschneiden.
Samstag, 8. August 2009
Rechtzeitig bestellen: Weihnachtsgeschenk 2009

Neue Nahrung für meine These von der Unsterblichkeit des Gespenstes Michael Jackson. Schon vor über 3000 Jahren hat The King of Pop gelebt. Eine ägyptische Statue, zu besichtigen im Chicago's Field Museum, ist der Beweis. Zwischen 1550 und 1050 vor Christus wurde Michael gemeißelt!
Donnerstag, 6. August 2009
Samstag, 25. Juli 2009
Legale Ausbeutung
Die Konservativen geben keine Ruhe. Das von der Justizministerin Brigitte Zypries geplante Ansinnen, Homosexuellen das volle Adoptionsrecht zu gewähren, wird von CDU/CSU abgelehnt. Es ziele bloß auf die Selbstverwirklichung von Schwulen und Lesben, mault Unions-Fraktionschef Volker Kauder, nicht aber auf das Wohl der Kinder. Als wenn das ein Widerspruch wäre, sich selbst zu verwirklichen, indem man eine Familie aufbaut! Im Übrigen: sollten sich Schwule und Lesben nicht ebenso selbstverwirklichen dürfen wie alle anderen Menschen auch?
Wenn behauptet wird, dass Kinder, die von schwulen oder lesbischen Paaren groß gezogen werden, Nachteile in der Entwicklung haben (was nach derzeitigen Erkenntnissen nicht der Fall ist), könnte man in letzter Konsequenz auch allein erziehenden Müttern die Erziehungskompetenz absprechen, ja ihnen am besten gleich die Brut wegnehmen – zum Wohle des Kindes. Dann müsste beispielsweise auch Horst Seehofers Gespielin (die Büroleiterin des CDU-Kollegen Laurenz Meyer), ihr Kindlein wieder hergeben. Doch wohin damit? Da der Apfel ja niemals zu weit vom Stamm fallen sollte, wie der Konservative weiß, wäre es gewiss im Sinne der CSU-Familienpolitik, den Bastard in die offizielle Sippe des bayerischen Ministerpräsidenten zu überführen. Die couragierte Karin Seehofer würde auch das noch verkraften, und mit der Patchworkfamilie, die sich da bildete, könnten die Seehofers auch noch das Zepter des gesellschaftlichen Fortschritts schwenken.
Aber im Ernst. Homosexuelle dürfen ja sogar heiraten! Was wollen die eigentlich noch alles haben? Antwort: Gleichberechtigung. Doch bis dahin ist es auch im Jahre 2009 noch ein weiter Weg. Die so genannte eingetragene Lebenspartnerschaft, die gleichgeschlechtliche Paare seit 2001 eingehen dürfen, bringt nämlich nur eines: finanzielle Nachteile. Mit jeder eingetragenen Lebenspartnerschaft spart der Staat Geld.
Mittwoch, 15. Juli 2009
Danke für die Titt'n
Sascha Lobo, inoffizieller Vorstand der digitalen Bohème und landesweites Vorbild unabhängigen Bloggens, wirbt neuerdings für ein Mobilfunkunternehmen. Gegenüber enttäuschten Fans und anderen Neidhammeln verteidigt er sein Engagement im aktuellen Vodafone-Spot – Zielgruppe „Generation Upload“ - mit dem Hinweis, dass er ohnehin schon immer für die Werbung gearbeitet hätte und zudem iPhones von anderen Anbietern besäße. Wo läge also das Problem?
Das Problem besteht darin, dass sobald genug Euroscheine winken, geistige Unabhängigkeit und Haltung in den Urlaub fahren. Aber auch der muss ja erstmal finanziert werden. Noch schlimmer ist es bei der BILD-Zeitung, da geht solcher Ethos schon ohne Bestechungsgeld flöten. Prominente wie Veronica Ferres, Katharina Witt oder Johannes Kerner werben derzeit auf Litfasssäulen für das Boulevardblatt mit der verlockenden Reichweite von 11,5 Millionen Lesern. Dass ihr Honorar einem guten Zweck zufloss, tröstet so wenig, wie die Insiderinformation, dass von gut 2000 angeschriebenen Prominenten nur eine Handvoll dazu bereit war, bei der Kampagne „Ihre Meinung zu Bild?“ mitzumachen.
Wie sie sich nun dabei spreizen, um ja nicht den Eindruck zu erwecken, sie würden sich Deutschlands Schmutzblatt Nummer Eins anbiedern, es aber letztendlich doch tun, ist grauenerregend verlogen. Kerner, noch TV-Onkel des Öffentlich-Rechtlichen (er wechselt 2010 zum Privatsender Sat 1, hat also nichts mehr zu verlieren) mahnt, er wünsche sich von BILD „etwas mehr Bildung und weniger Meinung“.
Ehrlicher ist da schon die Antwort des Rappers Sido (der allerdings seinen Ruf des Provokateurs gerecht werden muss): „Danke für die Titt’n“
Samstag, 27. Juni 2009
Unerlöst
Mittwoch, 24. Juni 2009
Das ist schon unfair...
Manchmal tut es gut, daran erinnert zu werden, dass alles auch ganz anders sein könnte. Heute las ich in der Berliner Zeitung über die Mosuo, eine ethnische Gruppe im Südwesten Chinas, bei der – das ist auch das Thema des Artikels – das Matriarchat „herrscht“. Männer arbeiten nicht, sind weitgehend rechtlos und zuständig nur für die sexuelle Befriedigung der Frauen – auch das hat seinen Preis. Hat eine Frau genug von ihrem Liebhaber, hängt sie seinen Hut an einen Haken vor die Tür. Rien ne va plus. Auch müssen die Männer bei ihren Müttern leben.
In dem Artikel wird ein Mann zitiert: „Das ist schon unfair, dass die Frauen so viel arbeiten, aber so ist das nun mal bei uns. Wir helfen nur, wenn es gar nicht mehr geht.“ Und eine Frau: „Die Männer wissen nicht, was es heißt, eine Familie ernähren zu müssen. Und sie können auch nicht mit Geld umgehen.“
Jährlich strömen fast 100 000 Touristen nach Luoshui, wo die meisten Mosuo leben. Nach diesem Artikel – der argentinische Journalist Ricardo Coler hat auch ein Buch darüber geschrieben – dürften es noch mehr werden.